Beerenfrüchte

 

Die Beeren sind los...

 

Im Frühsommer versüßen bunte Beeren den Speiseplan. Im Allgemeinen werden als Beerenobst die Früchte bezeichnet, die typische Beereneigenschaften haben – sie sind klein, weich und rund. Das saftige Obst ist angenehm fruchtig, aromatisch und sieht mit seiner Farbenpracht sehr appetitlich aus.

 

Gesunde Früchtchen!

 

Aus den vielseitigen Beeren lassen sich nicht nur köstliche Gerichte herstellen, sie sind auch sehr gesund und kalorienarm.

Beerenobst umfasst Früchte wie die Brombeeren, Erdbeeren, Johannisbeeren, Heidelbeeren, Himbeeren und Stachelbeeren. Himbeere und Brombeere sind botanisch gesehen keine Beeren, sondern gehören zu den Sammelnussfrüchten. Kurios: die Tomate ist eigentlich eine Beerenfrucht, aufgrund ihrer Eigenschaften zählt sie aber zum Gemüse.

Die "beerige" Jahreszeit ist kurz, also nutzen Sie das Angebot um frische Beeren zu genießen. Die erfrischenden Beeren schmecken in Desserts, Kuchen, Kompott sowie Shakes und Smoothies.

 

Brombeeren

Ihre schwarzblauen Früchte sind seit der Steinzeit bekannt. Die Sträucher tragen von Juli bis zum ersten Frost Früchte. Neuere Züchtungen besitzen keine Stacheln mehr, was die Lese erleichtert. In Speisen harmonieren Sie gut mit anderen Beeren. Junge Blätter des Brombeer-Strauches ergeben einen schmackhaften Tee, der Husten und Heiserkeit lindert. Mit 100 Gramm Brombeeren können Sie ein Drittel ihres täglichen Vitamin C-Bedarfs decken. Der Gehalt an Eisen und Magnesium ist ebenfalls hoch. 

 

Johannisbeeren

Von Juni bis August leuchtet es rubinrot oder schwarz in den Sträuchern, in denen die kleinen kugeligen Beeren an Rispen sitzen. Die Beeren können mit einer Gabel relativ schnell von den Rispen entfernt werden. Johannisbeeren, auch Träuble genannt, sind nach Erdbeeren das am zweithäufigsten angebaute Beerenobst.

Der Name stammt von Johannes dem Täufer. Der Legende nach reifen an dessen Geburtstag (dem 24. Juni) die Johannisbeeren. Die roten Beeren zählen zu den säuerlichsten Obstsorten. Sie werden nur von Rhabarber und Sauerkirschen übertroffen. Sie passen sehr gut zu Wild- und Geflügelspeisen. Durch ihren hohen Gehalt an Fruchtsäure und Ballaststoffen regen sie die Verdauung an. Ihre schwarzen Verwandten enthalten mehr Gerbsäure und sind herber im Geschmack. Sie sind Grundlage des französischen Cassis-Likörs. Schwarze Johannisbeeren enthalten fast das Dreifache an Vitamin C wie Orangen. 

 

Heidelbeeren

Diese Früchte strahlen in verführerischem Blau und werden deshalb in einigen Regionen auch Blaubeeren genannt. Heidelbeeren sind wahre Vitaminbomben. Sie sind aromatisch süß und werden gerne pur gegessen; in Desserts und Kuchen verwendet kann niemand widerstehen.  

 

Himbeeren

Bereits im Mittelalter wurden Himbeeren in Klöstergärten kultiviert. Sie bestechen durch ihren feinsüßen Geschmack und werden meistens roh gegessen oder zu Marmeladen verarbeitet. Darüber hinaus wird aus ihnen der Himbeergeist gebrannt. Die intensiv roten Früchte stärken das Immunsystem und helfen bei Blasenbeschwerden. Das reichlich enthaltene Biotin soll für schöne Haut und Haare sorgen. Himbeeren sind sehr empfindlich, deshalb sollten nur stark verschmutzte Früchte gewaschen werden.

 

Stachelbeeren

Vermutlich stammen diese Früchte aus dem Himalaya. Durch die grüne Farbe und ihre haarige Schale heben sie sich optisch von ihren Artgenossen ab. Das Fleisch ist weich und voller essbarer Kerne. Die reifen Früchte weisen den höchsten Zuckergehalt aller Beeren auf und werden roh verzehrt. Die Stachelbeeren sind die einzigen Beeren, die gewöhnlich nicht reif geerntet werden. So sind sie länger lagerfähig (ca. drei Wochen) und weniger empfindlich. Die säuerlichen, unreifen Beeren eignen sich besonders gut als Kuchenbelag. Ihr säuerliches Aroma bekommen sie durch den hohen Gehalt an Zitronensäure. Ihr hoher Kaliumanteil wirkt entschlackend. Die Ballaststoffe in Schale und Kernen wirken sich positiv auf die Darmtätigkeit aus.

 

Vorsicht vor dem Fuchsbandwurm!

  • Beim Sammeln von wilden Beeren niedrige Sträucher vermeiden; Gefahr, dass Beeren von den Eiern des Fuchsbandwurms befallen sind.  
  • Beeren (außer Himbeeren) vor dem Verzehr in einer Schüssel waschen, nicht unter fließendem Wasser.
  • Reife Früchte im Kühlschrank lagern.
  • Beeren können eingefroren werden und sind so bis zu einem Jahr haltbar.