Energie aus Biogas

 

Erzeugung von Bioenergie aus Biomasse

 

Die Landkreise Alb-Donau, Biberach, Ravensburg und der Landkreis Sigmaringen erzeugen landesweit die größten Anteile an elektrischer Energie aus landwirtschaftlicher Biomasse. Hierzu werden pflanzliche Substrate und organische Reststoffe, meist aus der Tierhaltung über Biogas verstromt.

 

 

 

Lampertsweiler, Stadtteil von Bad Saulgau, ist erstes Bioenergiedorf im Landkreis Sigmaringen.

  
Modell Biogasanlage

Landwirt und Energiewirt - zwei Standbeine

 

Biogas und Bioenergie
 Quelle: MLR Ref. 51 und Staatliche Biogasberatung BW

Im Landkreis Sigmaringen waren mit Stand vom 31.12.2010 in 42 Biogasanlagen 15.584 kW an elektrischer Leistung installiert, durchschnittlich 370 kW je Anlage. Die jährliche Stromproduktion beträgt rund 110.000 MWh.

 

Flächenanspruch

 

Über 10 % der landwirtschaftlich genutzten Fläche des Landkreises wird für die Produktion der Biomasse benötigt. An erster Stelle der Energiepflanzen steht der Mais. Etwa zwei Drittel der für die Biogasanlagen benötigten Substrate bestehen aus Maissilagen. Weiter werden Ganzpflanzensilagen aus Getreide, Grassilagen und Wirtschaftsdünger als Reststoffe eingesetzt.

Der Maisanbau im Landkreis nimmt ca. 21 % der Ackerfläche ein (Auswertung des Landratsamts Sigmaringen, 2010). Im Jahr 2007 lag der Maisanteil noch bei rd. 15 %. Landesweit liegt der Anteil bei 13 % (Stat Landesamt BW, 2011).

 

Wieviele Bürger können mit Biogas-Strom versorgt werden?

 

Bei einem durchschnittlicher Verbrauch eines Vier-Personen-Haushalts von jährlich rund 4.500 kWh Strom können etwa 24.400 Haushalte mit insgesamt ca. 98.000 Personen, also mehr als zwei Drittel der Einwohner des Landkreises (132.000 Einwohner) mit Strom aus Biogasanlagen versorgt werden.

 

 
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